Hallo,
ich war heute bei dem sog. “Nina Hagen” Konzert in Schüttorf und möchte dazu etwas loswerden.
24.Januar 2010. Der Tag, an dem Nina Hagen endlich offiziell in Schüttorf auftritt. Da ich sie sehr mag, habe ich mich entsprechend auf diesen Tag gefreut. Doch ich musste feststellen, dass das “Konzert mit Gast Star” nicht viel mehr als eine schlechte Kirchen-Propaganda und Schauplatz für alle Musikliebhaber des Umkreises war.
Macht es Sinn, dass im Rahmen eines solchen Ereignisses jeder auf die Bühne darf, der immer schon mal singen wollte und gute Beziehungen hat? Das, was dort stattgefunden hat, war Schüttorf live! Und genau unter diesem Titel sollte man es auch verkaufen! Glauben die Veranstalter denn wirklich, dass mehr als tausend Menschen außerhalb der Weihnachtszeit in die Kirche kommen, um einen semiprofessionellen Chor nach dem nächsten zu sehen? Und glauben sie, dass die Nina Hagen Fans zufrieden sind, wenn dem Gast Star, der nicht gerade dezent angekündigt wurde, summa summarum Zeit für ca. zwei Songs gegeben wird? Ich als Nina Hagen Fan und nicht etwa Mutter, Schwester, Frau oder Freundin einer der tausend anderen Menschen, die dort aufgetreten sind, war wirklich enttäuscht von der Veranstaltung. Der einzige auditive Lichtblick dieser neunzigminütigen Schüttorf-Show war für mich die gefühlte Minute, in der Nina unter der Kanzel saß. Rein auditiv, weil ich sie leider trotz meines Stehplatzes nicht sehen konnte. Die Bühne war zu niedrig für Sitzende. Apropos nicht sehen: Der Solo-Gitarrist schien auch interessant. Beim ersten Stück konnte ich ihn nicht sehen, weil auf der Bühne kein Platz mehr für ihn war und beim zweiten Stück nicht hören, weil das Mikro zu weit weg stand. Sehr gut hören konnte ich jedoch die Ansagen des Pastors. Bei aller Sympathie für seinen Enthusiasmus und seine Authentizität: Warum setzt er dies an einem solchen Tag nicht ein um zu verdeutlichen, dass die Leute wegen ihm ruhig mal wieder kommen können? Stattdessen vergisst er scheinbar seine Stärke und steigt mit seinen Reden ein in den Groove der langweilenden Mittelmäßigkeit. Kirche ist cool? Diese Frage verschiebe ich auf morgen. Heute stelle ich mir die Frage: Kann man nicht auf eine ehrlichere Weise Spenden sammeln?
Auch wenn Schüttorf 30km von Lingen entfernt ist: Ich hoffe, wir können daraus lernen.
Dieser Eintrag wurde verfasst am Montag, 25. Januar 2010 um 00:00 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



26. Januar 2010 um 14:21
Wie blöd muß man eigentlich sein? Ein Handy gibts für 1 Euro und ein dreistündiges Nina Hagen Konzert
für 10? Solche Leute sollten wirklich besser Zuhause bleiben
und sich die Wiederholung von WETTEN DAS ansehen. Die gibts dann umsonst. Gruss Gaby